Von Mars, Mohnz, Herz und Walen: Lyrik-Jahreslesung am 23.10.26

Fünf Autor:innen, fünf poetische Handschriften, ein Abend: Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS in ver.di), Regionalgruppe Mittelfranken, lädt zur Lyrik-Jahreslesung 2026 am Freitag, 23. Oktober 2026 um 19 Uhr im TIK-Café, Kulturzentrum KUNO e.V., Wurzelbauerstraße 29, 90409 Nürnberg.

Flyer Lyrik-Jahreslesung

Was kann ein Gedicht? Die Antworten, die an diesem Abend zu hören sind, könnten kaum weiter auseinanderliegen – und genau das ist das Programm. Die Jahreslesung des VS Mittelfranken verzichtet bewusst auf ein Motto: Statt eines thematischen Rahmens zeigt sie, wie vielgestaltig Lyrik aus der Region heute klingt – vom lakonischen Zweizeiler bis zur Sound-Performance, vom philosophischen Sprachexperiment bis zur Bildbetrachtung in Versen. Wer wissen will, wo die Gegenwartslyrik zwischen Underground und Experiment, zwischen Feldkirch und Villa Concordia gerade steht, findet an diesem Abend eine Landkarte in fünf Stimmen.

Sabine Burkhardt (Schwabach) verbindet als Philosophin und „Philopoetin“ Denken und Dichten: Ihre Lyrik, Haikus und Collagen – zuletzt gemeinsam mit Walli Popp im Band „HERZAUGENLAMPE“ (2024) – geben dem Wahrgenommenen Wort und Stimme, ohne es festzunageln.

Axel Görlach (Nürnberg), Lyriker und Fotokünstler, ausgezeichnet u. a. mit dem erostepost-Literaturpreis und dem Feldkircher Lyrikpreis, legte 2025 mit „halsermohnz“ seinen dritten Gedichtband vor – Sprachbilder eines Autors, der auch mit der Kamera denkt.

Fabian Lenthe (Nürnberg), Bayerischer Kunstförderpreisträger 2024, steht in der Tradition der poètes maudits und des amerikanischen Underground: äußerst verknappte Verse, die – so die Kritik – wie Streichhölzer für kurze, helle Momente sorgen.

Michael Pietrucha (Erlangen, Nürnberg), Lyriker und Literaturübersetzer, Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia, debütierte 2025 mit „Von Walen und anderen Verrätern“; 2026 folgte „Auf der Suche nach Agape“ – Gedichte zwischen Traum, Körpergedächtnis und der Frage, was vom Leben bleibt.

Chrys Schloyer (Nürnberg), ausgezeichnet u. a. mit dem Leonce-und-Lena-Preis und dem Lyrikpreis München, schreibt Gedichte wie Game-Level und verbindet Sprachklang mit elektroakustischer Improvisation – an diesem Abend begleitet xier die eigene Lyrik und auf Wunsch auch die der Kolleg:innen mit Klang.

Durch den Abend führt Anna Hofmann, Fachleitung Literatur, Kulturzentrum KUNO e. V., Literaturzentrum Nord. Die Veranstaltung wird tatkräftig unterstützt von KUNO.

Rückfragen bitte an: Iwona Lompart 1. Vorsitzende der Regionalgruppe Mittelfrankem im Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS in ver.di)
Mobil: (0)1520 33 90 472
Mail: lompart.iwona@gmail.com